
Key Takeaways
- KI liefert Ideen schnell – du definierst Ziel, Zielgruppe, Kanäle und Formate, sonst wird es beliebig.
- Plane in 3–5 Content-Säulen (z. B. Grundlagen, Praxis, Beispiele, Fehler/Fixes, Tools), nicht als zufällige Einzelposts.
- Aus „Ideen“ werden Posts erst mit Hook + Struktur + CTA (nächster Schritt) – das lässt du dir systematisch erzeugen.
- Baue dir eine einfache Routine: Brainstorm → Auswahl → Ausarbeitung → Batch → Planung.
- „People-first“ gewinnt: Inhalte müssen für Menschen funktionieren, nicht für Keywords oder Buzzwords.
- Inhaltsverzeichnis
- Warum Content-Pläne scheitern (und wie KI das löst)
- Setup: Ziel, Zielgruppe, Kanal, Formate
- 3–5 Content-Säulen, die du durchziehst
- Die KI-Prompts: Plan erzeugen, Hooks bauen, Posts ableiten
- 30-Tage-Plan: Tabelle zum Kopieren
- Mini-Case 1: Solopreneur (LinkedIn + Newsletter)
- Mini-Case 2: Business-Account (Instagram + Blog)
- Standardarbeitsanweisung: 30 Tage Content als Batch-Prozess
- Checkliste + Entscheidungsbaum
- Häufige Fehler + Fix + FAQ
Warum Content-Pläne scheitern (und wie KI das löst)
Ein Content-Plan scheitert selten an Ideen. Er scheitert an drei Dingen: fehlender Fokus, fehlender Prozess und fehlende Übersetzung von Idee → Post. KI ist hier ein sehr gutes Werkzeug – aber nur, wenn du ihr klare Leitplanken gibst. Sonst bekommst du 30 „irgendwie passende“ Themen, die nach Buzzword klingen und auf keinem Kanal wirklich funktionieren.
Der Kern ist simpel: Du baust dir ein System aus Content-Säulen (wiederkehrende Themenbereiche) und einer Routine, die aus jeder Säule konsistente Posts macht. Das Ziel ist nicht „mehr Content“. Das Ziel ist Content, den du wirklich veröffentlichst – und der zu deinem Angebot passt. Google selbst betont die Ausrichtung auf hilfreiche, verlässliche Inhalte „für Menschen“.
Setup: Ziel, Zielgruppe, Kanal, Formate
Bevor du KI fragst, entscheide vier Dinge. Kurz, ohne Roman:
- Ziel: Reichweite? Vertrauen? Leads? Sales? (eins priorisieren)
- Zielgruppe: Wer genau soll reagieren – und warum?
- Kanal: Wo veröffentlichst du primär (Blog, LinkedIn, Instagram, Newsletter)?
- Formate: 2–3 Formate, die du durchziehst (z. B. Kurzpost, Carousel, Video / Blog + Newsletter)
Pro Tip 1 (Anti-Buzzword-Regel):
Setze als Regel: „Kein Hype, keine Buzzwords, keine leeren Versprechen. Jede Idee muss ein konkretes Ergebnis oder eine konkrete Handlung enthalten.“

3–5 Content-Säulen, die du durchziehst
Säulen sind wiederkehrende Themenbereiche. Sie machen Planung leicht, weil du nicht jedes Mal bei null startest. Gute Säulen sind klar, nützlich und nah an deinem Angebot.
Bewährtes Set (anpassbar):
- Grundlagen (Erklären): Begriffe, Prinzipien, „so funktioniert’s“
- Praxis (Schritt-für-Schritt): SOPs, Checklisten, Vorlagen
- Beispiele/Case: echte Szenarien, Vorher/Nachher, Mini-Cases
- Fehler/Fixes: typische Stolpersteine + Lösungen
- Tools/Setup: Empfehlungen, Setups, Entscheidungslogik
Das passt auch zu strukturierten Content-Ansätzen wie „Content Pillars“/Pillar-Strategien.
Die KI-Prompts: Plan erzeugen, Hooks bauen, Posts ableiten
Du brauchst im Grunde vier Prompt-Typen. Die Reihenfolge ist entscheidend.
Prompt 1: Säulen + Themen-Backlog
„Ich erstelle Content für [Zielgruppe]. Primäres Ziel: [Reichweite/Vertrauen/Leads/Sales]. Nische: [Thema]. Ton: klar, nüchtern, praxisnah.
Erstelle 5 Content-Säulen mit je 8 konkreten Themenideen.
Regeln: keine Buzzwords, jedes Thema muss ein klares Ergebnis liefern (z. B. Checkliste, Vorgehen, Entscheidung, Beispiel). Wenn Infos fehlen, stelle bis zu 5 Rückfragen.“
Prompt 2: 30-Tage-Plan als Tabelle
„Erstelle einen 30-Tage-Content-Plan aus folgenden Content-Säulen: [Liste].
Formate: [Kurzpost, Carousel, Video, Blog, Newsletter] (max. 2–3 bevorzugte Formate).
Ausgabe als Tabelle: Tag | Säule | Thema | Format | Hook | CTA.
Regeln: Ton nüchtern, kein Hype, CTAs realistisch (z. B. Kommentar, Speichern, Artikel lesen, Newsletter).“
Prompt 3: Hooks (damit Posts nicht langweilig starten)
„Gib mir 10 Hook-Varianten pro Content-Säule für [Zielgruppe].
Regeln: kurz, konkret, keine Buzzwords. Format: 1 Zeile je Hook.“
Prompt 4: Aus 1 Thema mehrere Assets (Repurposing)
„Nimm dieses Thema: [x]. Erstelle daraus 5 Assets:
2 Kurzposts, 2 Carousels, 1 Video (oder Newsletter/Blog, je Kanal).
Für jedes Asset: Hook, Struktur (3–5 Punkte), CTA.
Regeln: keine Floskeln, so konkret wie möglich, 1 Praxisbeispiel pro Asset.“
30-Tage-Plan: Tabelle zum Kopieren
Nutze das als Startpunkt. Du kannst es später auf deine Säulen/Angebote anpassen. (Format bewusst „clean“ gehalten.)
| Tag | Säule | Thema | Format | Hook | CTA |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Grundlagen | Was ein guter Content-Plan wirklich ist | Kurzpost | „Dein Problem sind nicht Ideen.“ | Speichern |
| 2 | Praxis | Mini-Formel: Hook + Struktur + CTA | Carousel | „So wird aus einer Idee ein Post.“ | Kommentar |
| 3 | Fehler/Fix | Warum KI-Content austauschbar wirkt | Kurzpost | „Wenn alles gleich klingt …“ | Artikel lesen |
| 4 | Beispiele | Mini-Case: 1 Thema → 5 Posts | Carousel | „Aus 1 Idee machst du 5 Assets.“ | Speichern |
| 5 | Tools/Setup | Redaktionsplan in Notion/Trello | Kurzpost | „Ein Board reicht.“ | Vorlage testen |
| 6 | Grundlagen | Content-Säulen erklärt (3–5 reichen) | Kurzpost | „Säulen statt Chaos.“ | Speichern |
| 7 | Praxis | Prompt: Säulen + Backlog erzeugen | Carousel | „Copy & Paste Prompt.“ | Kommentar |
| 8 | Fehler/Fix | Zu breit: „KI allgemein“ | Kurzpost | „Wähle eine klare Nische.“ | Speichern |
| 9 | Beispiele | Beispiel: Newsletter-Wochenrhythmus | Kurzpost | „Ein Rhythmus, den du durchziehst.“ | Newsletter |
| 10 | Praxis | Prompt: 30-Tage-Tabelle erzeugen | Carousel | „Plan in einer Tabelle.“ | Speichern |
| 11 | Tools/Setup | Scheduling: Posts vorplanen | Kurzpost | „Batchen statt Stress.“ | Nächster Schritt |
| 12 | Grundlagen | CTAs, die nicht cringe sind | Kurzpost | „CTA ≠ Verkaufsspruch.“ | Kommentar |
| 13 | Praxis | Prompt: 10 Hooks pro Säule | Kurzpost | „Hooks ohne Buzzwords.“ | Speichern |
| 14 | Beispiele | Mini-Case: IG + Blog repurposing | Carousel | „1 Beitrag → mehrere Kanäle.“ | Artikel lesen |
| 15 | Fehler/Fix | Zu viel Output, zu wenig Umsetzung | Kurzpost | „12 starke > 30 mittel.“ | Speichern |
| 16 | Grundlagen | Content für Menschen (people-first) | Kurzpost | „Hilfreich schlägt clever.“ | Kommentar |
| 17 | Praxis | SOP: Brainstorm → Batch | Carousel | „So planst du ohne Overkill.“ | Speichern |
| 18 | Tools/Setup | Checkliste: Finaler Qualitätscheck | Kurzpost | „60 Sekunden sparen Stunden.“ | Speichern |
| 19 | Beispiele | Case: B2B-Post als Newsletter | Kurzpost | „Aus 1 Post wird 1 Mail.“ | Newsletter |
| 20 | Fehler/Fix | Zu generisch: fehlende Beispiele | Kurzpost | „Ohne Beispiel bleibt’s Theorie.“ | Kommentar |
| 21 | Grundlagen | Content-Serien statt Einzelposts | Kurzpost | „Serien machen’s leicht.“ | Speichern |
| 22 | Praxis | Prompt: 1 Thema → 5 Assets | Carousel | „Repurposing auf Knopfdruck.“ | Speichern |
| 23 | Tools/Setup | Ablage: Prompt-Bibliothek | Kurzpost | „Wiederverwenden statt neu.“ | Vorlage testen |
| 24 | Beispiele | Case: „Fehler/Fix“-Serie | Kurzpost | „Ein Format, jede Woche.“ | Kommentar |
| 25 | Fehler/Fix | Unklare Zielgruppe | Kurzpost | „Wenn du für alle schreibst …“ | Speichern |
| 26 | Grundlagen | Content-Kriterien: Nutzen/Beweis/Schritt | Carousel | „So prüfst du Themen.“ | Speichern |
| 27 | Praxis | 12 Themen auswählen (2 Wochen) | Kurzpost | „Plan klein starten.“ | Nächster Schritt |
| 28 | Tools/Setup | Kalender + Routine festlegen | Kurzpost | „Mach es terminiert.“ | Speichern |
| 29 | Beispiele | Case: E-Mail-Vorlagen-Post repurposed | Kurzpost | „Ein Artikel, 5 Snippets.“ | Artikel lesen |
| 30 | Praxis | Review: Was lief gut? Was raus? | Kurzpost | „Plan iterieren, nicht perfektionieren.“ | Kommentar |
Wenn du aus dem Plan ein wiederholbares System machen willst, ist das der Punkt, an dem ein Workbook/Template sinnvoll wird (z. B. Board + Prompt-Bibliothek + SOP in einem). Dezenter Hinweis reicht: Link zur Workbook-Übersicht.
Mini-Case 1: Solopreneur (LinkedIn + Newsletter)
Situation: Du berätst (oder verkaufst) B2B. Du willst regelmäßig sichtbar sein, aber nicht täglich posten.
Setup:
- Säulen: Grundlagen, Praxis, Fehler/Fix, Beispiele
- Formate: 2× Kurzpost/Woche + 1× Newsletter/Woche
- Routine: Du nutzt den 30-Tage-Plan als Ideenpool und pickst die besten 12 Themen.
Beispiel-Umsetzung mit KI:
- KI erzeugt 10 Hooks für „Fehler/Fix“ → du wählst 2 aus
- KI erstellt je Hook eine Struktur (3–5 Punkte) + CTA („Antwort mit ‘Plan’, wenn du die Checkliste willst“)
Ergebnis: Du klingst konsistent, weil die Säulen gleich bleiben – und du sparst Zeit, weil du nur auswählst statt neu zu erfinden.
Mini-Case 2: Business-Account (Instagram + Blog)
Situation: Du willst Reichweite auf Social, aber auch Inhalte, die langfristig funktionieren (Blog/SEO).
Setup:
- Säulen: Praxis, Tools/Setup, Beispiele
- Formate: 1 Blogartikel/Woche + 2 Social-Assets daraus (Carousel + Kurzpost)
- Scheduling: Inhalte vorplanen (Meta bietet dafür eigene Planungs-/Scheduling-Funktionen).
Beispiel-Workflow:
- Blogartikel: „Content-Plan mit KI“
- Social: Carousel „Idee → Hook → Struktur → CTA“ + Kurzpost „3 Fehler, die Plans killen“
- CTA: „Artikel lesen“ oder „Speichern“ (realistisch, nicht pushy)
So ist Social nicht nur „laut“, sondern zahlt auf ein System ein.
Standardarbeitsanweisung: 30 Tage Content als Batch-Prozess
Hier ist ein Prozess, den du jede Woche/alle zwei Wochen wiederholen kannst:
- Säulen definieren (3–5 Stück, nah am Angebot)
- Backlog erzeugen (Prompt 1)
- 30-Tage-Tabelle erstellen (Prompt 2)
- Auswahl treffen: Picke die Top 12 Themen (statt alles zu posten)
- Hooks generieren (Prompt 3) und die besten wählen
- Assets ausarbeiten (Prompt 4) – pro Thema Struktur + CTA
- Batch erstellen (Texte/Carousels) und in Board/Kalender ablegen
- Planen/Schedulen (Tool deiner Wahl)
Pro Tip 2 (Qualitätsgate):
Bevor ein Thema in den Plan darf, muss es mindestens eins erfüllen: konkretes Ergebnis (Checkliste/SOP), konkretes Beispiel, oder konkrete Entscheidung.
Checkliste + Entscheidungsbaum
Checkliste: Damit der Plan nicht „KI-Brei“ wird
- Jede Woche mindestens 1 konkretes Beispiel (Mini-Case, Vorher/Nachher, konkrete Situation)
- Jede Säule hat ein klares Format (z. B. „Fehler → Ursache → Fix“)
- Jeder Post hat einen realistischen CTA (Kommentar, Speichern, Link, Newsletter)
- Ton ist konsistent (klar, nüchtern, praxisnah)
- 20% Puffer für spontane Themen
- Kein Thema ohne Hook + Struktur + CTA
- Keine Annahmen: Wenn Infos fehlen, KI soll Rückfragen stellen
Entscheidungsbaum: Was ist dein Engpass?
- Wenn du keine Ideen hast → Säulen schärfen + Prompt 1 nutzen
- Wenn du zu viele Ideen hast → Top 12 auswählen + klare Kriterien (Qualitätsgate)
- Wenn Posts generisch wirken → 1 Beispiel pro Post erzwingen + „keine Floskeln“
- Wenn du zu wenig Zeit hast → nur 2 Formate + Batch-Prozess (SOP)
- Wenn du Reichweite willst → kurze, klare Posts + starke Hooks (Prompt 3)
- Wenn du Leads willst → Workflow-Posts + Download/Newsletter-CTA (sparsam)
Pro Tip 3 (Säulen-Fokus):
Wenn du dir unsicher bist: Nimm nur 3 Säulen (Grundlagen, Praxis, Fehler/Fix). Mehr Säulen machen Planung oft schwerer, nicht leichter.
Häufige Fehler + Fix + FAQ
Häufige Fehler + Fix
- Symptom: „KI allgemein“ ohne Profil → Ursache: zu breite Nische → Fix: 3–5 Säulen, klare Zielgruppe pro Kanal.
- Symptom: Viele Ideen, wenig Posts → Ursache: kein Prozess → Fix: SOP (Brainstorm → Auswahl → Batch).
- Symptom: Posts klingen austauschbar → Ursache: keine Beispiele/keine Kante → Fix: „1 Beispiel pro Post“ + klare Positionierung.
- Symptom: Plan ist zu voll → Ursache: 30 Themen = 30 Veröffentlichungen gedacht → Fix: 30 als Pool, 12 als Fokus.
- Symptom: CTAs wirken künstlich → Ursache: zu salesy → Fix: CTA als nächster Schritt (Speichern, Kommentar, Artikel).
- Symptom: Du wechselst ständig Formate → Ursache: keine Standardformate → Fix: 2–3 Formate als Standard, Rest optional.
- Symptom: Content passt nicht zum Angebot → Ursache: Säulen nicht am Angebot orientiert → Fix: jede Säule muss auf eine Leistung/Workflow einzahlen.
FAQ
Wie oft sollte ich posten?
Lieber konstant als intensiv und dann gar nicht. Wähle eine Frequenz, die du 4 Wochen am Stück halten kannst.
Welche Formate funktionieren am besten?
Die, die du konsistent liefern kannst. Starte mit 2–3 Formaten und iteriere später.
Wie verhindere ich Buzzwords und leere Versprechen?
Regel setzen: „Jeder Post braucht Ergebnis/Schritt/Beispiel.“ Und: „keine Floskeln“.
Kann ich das für Blog und Social gleichzeitig nutzen?
Ja. Plane Themen als Kernidee und leite daraus 2–5 Assets ab (Prompt 4).
Wie mache ich den Plan SEO-tauglich?
Mit Säulen/Clusters arbeiten und Themen sauber verlinken. „Helpful, people-first“ als Leitlinie hilft auch hier.
Wann lohnt sich ein Tool/Workbook?
Wenn du die Routine wiederholbar machen willst: Board, SOP, Prompt-Bibliothek, Review-Check.